Häckselstreuen - Hochzeitsbräuche - Brautbox

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Häckselstreuen

Die Wohnorte des Brautpaares werden verbunden

Das Häckselstreuen ist eine eher ländliche Tradition, bei der die – meist jüngeren - Freunde/Verwandten von der Wohnanschrift der zukünftigen Frau zur Wohnanschrift des Mannes reisen. Auf dieser Fahrt wird eine Spur gelegt, die diese beiden Orte miteinander verbindet. Die Fahrt führt dann vorbei an (fast) allen Anschriften der nicht verheirateten, ehemaligen Partner(-innen) von Braut und Bräutigam. Bei den Verflossenen wird solange Häcksel (Stroh) gestreut, bis sich der Betroffene durch Herausgabe von Bier und Schluck erkenntlich zeigt.

 

Die Fahrt findet in der Regel ohne das Paar statt, endet aber dort. Mit dem restlichen Stroh wird dann das Haus und der Garten des Paares eingedeckt, anschließend wird gegrillt, gefeiert und getrunken.

 

Der Start und Zielort sind so individuell regelbar und von der Gruppe selbst bestimmbar. Lediglich der Zielort „Brautpaar“ steht fest. Benötigt werden ein Traktor, Anhänger, Stroh, Musik, Getränke und das Wissen der Freunde, mit wem das Paar einmal liiert war. Die Verflossenen werden vorher informiert, damit sie auch ausreichend Getränke da haben. Heute ist dieser Brauch aufgrund der großen Mobilität von Braut und Bräutigam nicht mehr häufig durchzuführen, in landwirtschaftlichen Gegenden aber durchaus noch zu finden.


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