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Scherben bringen Glück!

Deutschland - ein klirrender Brauch

Moderne Menschen sind nicht abergläubisch?

Sind sie doch! Denn auch in der aufgeklärten Gegenwart setzen sie sich noch immer gegen böse Geister zu Wehr. Vermutlich aus vorchristlichen Zeiten stammend ist der Polterabend der wohl bekannteste Hochzeitsbrauch. Man sagt, daß böse Geister durch das Zerschlagen von Steingut und Porzellan vertrieben werden.

Warum das Ganze?

Scherben bringen Glück! Aber nur, wenn es die Richtigen sind. Auf gar keinen Fall darf beim Polterabend Glas zerschlagen werden, da dies als Unglückssymbol gilt.

 

Für die Heiratswilligen heißt es an diesem Abend kehren, kehren und nochmals kehren ... Doch das Poltern ist viel mehr als nur eine erste gemeinsame Bewährungsprobe für das Brautpaar: Der Brauch des Polterns hat eine lange Tradition. Einige sehen seinen Ursprung bei den Germanen, die durch das Hinwerfen der Scherben böse Geister vertreiben wollten. Früher haben sich die Polternden häufig sogar maskiert, damit sie von den bösen Geistern nicht erkannt werden konnten. Auch heutzutage stehen Polterabende deshalb gelegentlich unter einem bestimmten Motto, bei dem sich Brautpaar und Gäste entsprechend verkleiden.


Andere machen ein heidnisches Opferritual verantwortlich, nach dem den Göttern auf den Tonscherben Opfergaben dargebracht wurden, die im Anschluss daran zerbrochen wurden.

 

Auch der Ausspruch „Scherben bringen Glück“ geht zurück in die Geschichte. Denn der Begriff „Scherbe“ stammt aus dem Töpferhandwerk und meinte alle „irdischen“ Gefäße – nicht nur die zersprungenen – die im Sinne gefüllter Vorratsbehälter eine glückliche Fügung für den Besitzer darstellen.


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Jeder darf kommen

Das Poltern ist ein sehr zwangloser Brauch, für den es keinen festen Zeitpunkt gibt. Das Brautpaar muss sich daher auch an keinerlei Vorschriften halten. Traditionell findet der Polterabend jedoch zwei Tage vor der Hochzeit statt. Natürlich kann der Termin aber auch zwei Wochen vor der eigentlichen Trauung stattfinden. Ein Polterabend ist ein Zusammentreffen der verschiedensten Gäste. Auch diejenigen, die nicht zur Hochzeit eingeladen sind, können nun dem Brautpaar Glück wünschen und zusammen mit den anderen Gästen dafür Sorge tragen, dass die bösen Geister vertrieben werden. Jeder, der möchte, darf sich vor dem Haus oder Elternhaus der Braut, wo der Polterabend traditionell stattfindet, einfinden. Einladungen werden in der Regel nicht verschickt. Mündliche Weitergabe ersetzt hier schriftliche Formalitäten. Wer möchte, kann natürlich auch Einladungen per SMS oder Email aussprechen.

An alles gedacht?

Auch der Polterabend will gut organisiert sein. Daran sollten Sie im Vorfeld denken:

 

  • Welche Location eignet sich am besten?
  • Wie erfolgt die Einladung? Via Email, telefonisch, per SMS, schriftlich?
  • Wer übernimmt die Dekoration?
  • Wer sorgt für die Musik?
  • Wie wird das Büffet organisiert?
  • Organisieren Sie einen Container für das zerschlagene Geschirr.
  • Denken Sie an Besen und Schaufel!
  • Organisieren Sie einige freiwillige Helfer.

 

Unser Tip:

Wer mag, kann ein lustiges Gedicht am Polterabend vortragen.


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